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Unternehmensfilm über die Grenzen der Sprache

20. September 2017 - Videokommunikation

Unternehmensfilm

Sie haben ein hervorragendes Produkt? Eine ausgeklügelte, technische Innovation? Herzlichen Glückwunsch!

Aber wenn es sich bei Ihrem Unternehmen nicht zufällig um Apple Inc. handelt, stehen Sie regelmäßig in einem in nahezu allen Bereichen übersättigten Markt vor der Herausforderung, die frohe Botschaft bei Ihren Kunden gezielt zu platzieren.

Sprachbarrieren

Damit ist ausdrücklich nicht der Gebrauch einer Fremdsprache gemeint. Auch mit der Sender- Empfänger Theorie werde ich Sie an dieser Stelle nicht langweilen. Je nach persönlichem Kontext wie Ausbildung, Herkunft, Interessen, Geschlecht sind Missverständnisse und die damit verbundene Frustration vorprogrammiert. So konnte ich in Bayern und Baden Württemberg ganz andere Tücken in der Kommunikation feststellen als in Sachsen, mal abgesehen vom Dialekt. Dieser hat mich einmal im Odenwald dazu gebracht, das kommunikative Handtuch zu werfen, da ich wahrlich kein Wort verstanden habe. Freundlicherweise hat dann ein hessischer Kollege den Fall übernommen. Selbst in meiner Heimat in NRW, geht der gemeine Ruhrgebietsmensch die Dinge hart aber herzlich an, während der Rheinländer gern mal ein bissl rumschwatzt.

Die Tatsache, dass Ihre (potentiellen) Kunden in jeder Hinsicht völlig heterogen sind, macht den Vorgang naturgemäß nicht leichter. Oberste Instanz ist die Geschäfts- Bereichs- oder sonstige Leitung, unterstützt von einem Einkaufs- oder Technischem Leiter. Oder Beides, vielleicht noch mit Hilfe externer Berater. Es handelt sich dabei um Titel, keine Lehrberufe oder Studiengänge, entsprechend kann es sich bei einem Geschäftsführer um einen Kaufmann, Ingenieur oder den ehemaligen Pförtner handeln. Oft wird Ihre Botschaft auch von Dritten weitertransportiert werden müssen. Dabei hat jeder Mit- Entscheider ein anderes Bedürfnis an Aufbereitung und Quantität der benötigten Informationen.
Warum das Medium Erklärfilm das Dilemma löst

Es ist wie in der Mathematik. Der kleinste gemeinsame Nenner hilft bei schwierigen Gleichungen weiter. Oder wie vor Gericht. Jedem Jurastudenten wird bereits im ersten Semester erklärt, dass Richter einfache Sachverhalte lieben. Je komplizierter und weiter weg er sich von der allgemeinen Lebensrealität darstellt, desto weniger überzeugend ist er.

Mit der Konzentration auf das Wesentliche transportieren Sie den Nutzen Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung gezielt da hin, wo er hin soll, in die Köpfe Ihrer Kunden. Durch eine einfache, illustrierte Darstellung kommt es auch nicht mehr auf den Empfängerhorizont und sein Vorwissen an. Bilder entkoppeln in vielerlei Hinsicht von Sprachbarrieren. Und durch das Erfassen des Sachverhaltes mit mehreren Sinnen, bleibt die Botschaft auch hängen.

Da jeder von uns in diversen Lebensbereichen Kunde ist, leuchtet die Problematik auch ein. Ich erinnere mich da an ein Gespräch mit meinem Steuerberater von vor einigen Wochen. Redlich bemüht, sachkundig und geduldig ist der Versuch, mir einige Wirrungen der deutschen Steuergesetzgebung näher zu bringen, zumindest partiell gescheitert. Zwischenzeitlich habe ich auch nur behauptet, bestimmte Themenkreise verstanden zu haben. Für den Fall, dass er das hier je lesen sollte, entschuldige ich mich an dieser Stelle dafür. Zum Glück bin ich nicht die Einzige. Selbst Hans Eichel bekannte Jahre nach seiner Amtszeit für eines der wichtigsten Ministerposten in der Bundespolitik „Ich habe nie behauptet, etwas von Steuern zu verstehen, bevor ich Finanzminister wurde“. Die Problematik setzt sich ebenso bei diversen Unternehmen fort. Ein Stelleninhaber muss nicht zwangsläufig alle Aspekte seiner Tätigkeit kennen. Durch die einfache, grundlegende Erklärung wird ihm das Outing erspart bzw. muss er nicht wahrheitswidrig behaupten, er hätte Ihren Produktnutzen verstanden und Sie überwinden die Grenzen der Sprache.

Sie sehen also, Kommunikation bietet viele Tücken. Auf unzählige Andere werde ich an späterer Stelle eingehen und lerne selbst nach vielen Berufsjahren noch Neue kennen. Aber regelmäßig, wenn ich von meinen Reisen aus anderen Teilen der Republik zurückkehre und einen leicht schnoddrigen Ruhrgebietsslang vernehme, weiß ich Eines ganz sicher: ich bin zu Hause!

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